SPIM — was ist das?
Wenn Spam und Instant Messaging zusammentreffen, dann ist von Spim die Rede. Inwiefern ist Spim überhaupt von Bedeutung und was kann man tun? Noch ist das Aufkommen von Spim nicht vergleichbar mit dem von Spam. Doch vieles deutet darauf hin, dass sich die rechtzeitige Beschäftigung mit dem Thema durchaus lohnen könnte.
Instant Messaging wird immer häufiger eingesetzt, und zwar sowohl im Geschäftsalltag als auch zu rein privaten Zwecken. Instant-Messenger-User sind in der Regel unter 30 Jahre alt, ledig und dem Medium Internet mehr als der Durchschnitts-User verbunden. (Quelle: Online Reichweiten Monitor ORM 2003 II von AGIREV).
Besonders häufig wird Instant Messaging verwendet, um zu telefonieren oder um Kontaktbörsen und Chatforen zu benutzen. Im Geschäftsalltag eignet sich Instant Messaging beispielsweise dazu, in laufenden Projekten in Echtzeit zu kommunizieren. Allerdings wird das Medium von der überwiegenden Anzahl der Nutzer eher zu persönlichen Zwecken verwendet.
Nun ist das Medium auch ins Visier von Spammern bzw. Spimmern geraten. Wer sich gerade in einem informellen bzw. vermeintlich geschützten Bereich befindet, ist möglicherweise weniger achtsam und dadurch ein ideales Angriffsziel für Spimmer. Der Angriff kann auf verschiedene Weise stattfinden:
Mit Hilfe automatisierter Programme geben sich Spimmer als Instant Messenger-Nutzer aus. Die Namen wurden zufällig ausgewählt oder über das Internet gesammelt. In der Botschaft kann sich zum Beispiel bösartiger Code im Anhang oder ein Link zu einer unerwünschten Seite befinden.
Aufgrund der Sicherheitslöcher halten die großen IM-Anbieter wie MSN, Yahoo und AOL bereits aktualisierte Software bereit, die größere Möglichkeiten der Abwehr bietet. Für die unternehmensinterne Anwendung gibt es bereits ausgefeiltere Software und damit umfassenderen Schutz. So kann z.B. mit Hilfe der Software bestimmt werden, zu welcher Zeit der Dienst genutzt werden kann, wer mit wem per Instant Messaging intern oder extern kommunizieren darf oder ob Anhänge gesendet werden dürfen. Denn immerhin kann einem Unternehmen auch großer Schaden zugefügt werden, indem mit einem Instant Messaging-Anhang auch kritisches Material versendet wird, ohne dass dies besonders auffallen würde.
Quellen: www.bluecoat.com (Whitepaper), www.wordspy.com
05.04.2004

SPIM — was ist das?
